Kreishausareal Siegburg

Mühlenstraße
Mühlenstraße
Kreishausareal Siegburg
Kreishausareal Siegburg
Cafeteria
Cafeteria
Klimaschränke
Klimaschränke
Löschanlage
Löschanlage
Notstrom
Notstrom
Schaltschränke
Schaltschränke
Server
Server
Batterien der USV-Anlage
Batterien der USV-Anlage
  • Fertiggestellt

Planungszeitraum: 

06.2001

Baubeginn: 

10.2002

Fertigstellung: 

09.2004

Leistungen: 

Leistungsphasen: 

Beteiligte IBDC-Partner: 

Horst Behr

Das Ingenieurbüro IBDC behr projektmanagement wurde bereits im Jahre 2001 mit den Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an das Leistungsbild der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) beauftragt.

Hierzu gehören folgenden Stufen:

  • Stufe 1: Projektvorbereitung
  • Stufe 2: Planung (Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung)
  • Stufe 3: Ausführungsvorbereitung (Ausführungsplanung, vorbereiten der Vergabe, mitwirken bei der Vergabe)
  • Stufe 4: Ausführung (Projektüberwachung)
  • Stufe 5: Projektabschluss (Projektbetreuung, Projektdokumentation)

Als einer der Hauptaufgaben kann das Mitwirken bei der Ermittlung des Raum-, Flächen- und Anlagenbedarfs und der Anforderungen an den Standard und die Ausstattung für das Bau- und Funktionsprogramm, welches in Form eines Raumbuches dokumentiert wurde, genannt werden.

Dabei wurden sämtliche baufachliche Aspekte, die informations-, kommunikations- und sicherheitstechnischen Anforderungen eines Informationsverarbeitungsbetriebes, die Auswirkung auf die Vertragsgestaltung in Bezug auf Qualitäten, Quantitäten und Termine haben, berücksichtigt.

Die Entwicklung und Fortschreibung der Generaltermin- und Grobablaufplanung für die Planung und Ausführung wurde vom Büro IBDC behr projektmanagement erstellt.

Anhand des mit dem Auftraggeber abgestimmten Organisationshandbuches wurden die Gespräche mit den Investorenvertretern geführt und hierzu insgesamt über 100 Besprechungstermine organisiert und durchgeführt.

Im Bereich der Kosten wurde eine detaillierte Objektdatei mit der Beschreibung der darzustellenden Kostengrobelemente durchgeführt und ein entsprechendes Änderungsmanagement aufgebaut und betreut.

Neben den o.g. Projektsteuerungsleistungen wurden zusätzlich Nutzerberatungen im technischen Bereich beauftragt und betreut. Hierzu gehören insbesondere folgende Leistungen:

  • Sicherheitstechnik (Zugangskontrolle, Einbruch- und Brandschutz, Videoüberwachung)
  • Klimatechnik im Rechenzentrum
  • Gebäudevernetzung für die Daten- und Telekommunikation
  • Telekommunikationsanlagen
  • Notstromversorgung
  • Einrichtungsplanung für Cafeteria und Küchenbereiche
  • Einrichtungsplanung für Workshop- und Multimediaräume

Für die beteiligten Auftraggeber konnten insbesondere die Nutzerinteressen formuliert und umgesetzt werden und gleichzeitig für eine Klärung der Schnittstellenproblematik zur Minimierung der Kosten-, Termin- und Qualitätsrisiken gesorgt werden.

GKD Zweckverband Rhein-Sieg/Oberberg
Rechenzentrum mit 1000 PS

Für den Hauptmieter, den Zweckverband Gemeinsame Kommunale Datenverarbeitung (GKD) Rhein-Sieg/Oberberg, wurde ein neues Rechenzentrum zur Aufstellung von 2 Großrechnern, ca. 80 Servern, Datenspeicherungs-, Archivierungs-, Datensicherungs- und Hochleistungsdrucksystemen gebaut. Notwendige Sicherheitseinrichtungen wie Hochwasserschutz, Feuerlöschanlagen, Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Zugangskontrolle und Videoüberwachung wurden auf dem neuesten Stand der Technik als so genannter Hochsicherheitstrakt gebaut. Alleine das Notstromdieselaggregat hat ein Antrieb von 1000 kW aus 16 Zylindern, damit der Rechnerbetrieb einschließlich Klimatisierung bei Ausfall des Stromnetzes weiterhin gewährleistet werden kann.

Neben dem Betrieb des Rechenzentrums, des Call-Centers für den User-Help-Desk, Büros für Softwareanalytiker, Anwendungsbetreuer, System-, Internet- und Netzwerkadministratoren, werden von der GKD ständig Workshops, Schulungs- und Weiterbildungsveranstaltungen für die Nutzer der kommunalen Fach- und Büroanwendungen aus den Kreisen, Städten, Gemeinden und deren Betriebe sowie die rd. 100 eigenen Mitarbeiter durchgeführt. Hierzu wurden entsprechend Schulungs- bzw. Workshopräume und ein großer Multimediaraum eingerichtet.

Die GKD zählt als Systemhaus zu den großen kommunalen Datenverarbeitungszentralen in Nordrhein-Westfalen. Das Dienstleistungsspektrum ist durch ein vollständiges Angebot an kommunalen Fachanwendungen und Dienstleistungen im Bereich der Informationsverarbeitung und Kommunikation gekennzeichnet. Die Leistungsbereiche sind gegliedert in:

  • Betrieb zentraler Rechnersysteme
  • Bereitstellung von Fachanwendungssoftware
  • Netzbetrieb-, System-, Internet- und Benutzerservices
  • Fachanwendungsbetreuung
  • Schulung, Aus- und Fortbildung
  • Beschaffung und Vertrieb von Hard- und Software
  • Softwareentwicklung, etc.

Zur Zeit werden ca. 7.000 IT-Nutzer, die mit 140 verschiedenen Softwarelösungen arbeiten, in 2 Kreisen, 32 Städten und Gemeinden bzw. deren Betriebe rund um die Uhr betreut.

Die Räume für den Psychologischen Beratungsdienst des Rhein-Sieg-Kreises wurden ebenfalls nach neuesten Erkenntnissen geplant und eingerichtet. Neben den Büro- und Besprechungsräumen auch die erforderlichen Gruppen-, Werk- und Therapieräume.

So wie in den Unternehmen der Privatwirtschaft sind Serviceumfang, Servicequalität und Wirtschaftlichkeit auch in den Kreis-, Stadt- und Gemeindeverwaltungen in hohem Maße von hochverfügbarer und sicherer Informations- und Kommunikationstechnik abhängig.

Für Aufgaben, wie einen hochverfügbaren Betrieb der Informations- und Kommunikationssysteme, haben die Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis und Oberbergischen Kreis gemeinsam einen Zweckverband gegründet.

Die Zahl der Verwaltungsvorgänge, die unter Zuhilfenahme der Informationstechnik abgewickelt wird, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Das E-Government wird von Bürgern und der Wirtschaft inzwischen rund um die Uhr genutzt. Mit dem Aufgabenzuwachs stieg nicht nur der Personal-, Technik- und Raumbedarf, sondern auch die Verantwortung für Servicequalität, Datensicherheit und Datenschutz.

Im Kreishaus konnten weder der wachsende Raumbedarf noch die gestiegenen Sicherheitsanforderungen bereitgestellt werden. Der Kreistag entschied sich im Jahre 2001, kreiseigenen Raumbedarf und die speziellen Anforderungen des Zweckverbandes GKD durch einen Neubau im Kreishausareal über ein Investorenmodell bereitzustellen.

Der Investor plante und finanzierte das Gebäude so, dass es den Ansprüchen an ein modernes, wirtschaftlich zu errichtendes Bürogebäude mit Rechnerräumen entsprach. Die darüber hinaus gehenden Anforderungen des Zweckverbandes an Sicherheit und Hochverfügbarkeit, wie die redundante Auslegung technischer Komponenten oder die Fortsetzung des Betriebes bei Schadensereignissen, mussten teilweise als Sonderleistungen eingestuft werden, die über Einzelentscheidungen nur gegen Erstattung der Mehrkosten realisiert wurden. Die Abgrenzung war schwierig und erforderte entsprechenden Sachverstand, der sich über alle Gewerke eines modernen Bürogebäudes, eines rechnergesteuerten Gebäudemanagements und eines absicherten Rechenzentrumsbetriebes erstreckte.

Die Ingenieure des IBDC-Verbundes, namentlich Dipl. Ing. Horst Behr, standen dem Zweckverband GKD während der gesamten Planungs-, Bau-, Abnahme- und Abrechnungsphase als Berater zur Verfügung. IDBC wies auf versteckte Mängel hin und vertrat die Interessen des Zweckverbandes GKD gegenüber dem Investor, den von ihm beauftragten Ingenieurbüros sowie ausführenden Firmen.

Ich möchte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit an dieser Stelle herausstellen und mich für wertvolle Hinweise bedanken.

Alfred Meinerzhagen

Geschäftsführer