Brandschutz

Technischer Brandschutz rettet Menschenleben

Veranlasst durch die Feuerkatastrophen in der Vergangenheit warnt der Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. (bvfa) eindrücklich davor, die Anforderungen an den Brandschutz auch nur ansatzweise gering zu schätzen oder gar zu ignorieren - das beginnt bei der Gesetzgebung, es betrifft die Planung, den Bau und das Betreiben von Gebäuden und endet bei der Instruierung des "kleinsten" Mitarbeiters. Die aktuellen gesetzlichen Vorgaben in Deutschland erkennen den nachhaltigen Brandschutz an und gelten auch im internationalen Vergleich als sehr umfassend.

So schreibt die Verkaufsstättenverordnung beispielsweise Sprinkleranlagen bei mehrgeschossigen Einkaufszentren zwingend vor. Darüber hinaus werden Feuerlöscher in ausreichender Zahl gefordert. Und gerade dieser technische Brandschutz rettet häufig genug besonders dann Menschenleben, wenn sich neben der eigentlichen Brandursache der "menschliche Faktor" (mal wieder) negativ bemerkbar macht - wie in Asunción mit dramatischen Folgen geschehen: Der Besitzer des betroffenen Gebäudekomplex wird nämlich beschuldigt, bei Ausbruch des Feuers die Schließung aller Ein- und Ausgänge angeordnet zu haben, um Plünderungen zu verhindern. Nun wird (hoffentlich!) in Deutschland ein Kaufhausbetreiber nicht wirklich auf die Idee kommen, im Brandfall die Eingangstüren zu verschließen, aber wie oft sind Notausgänge auch in deutschen Kinos, Discotheken oder Restaurants verstellt oder gar abgeschlossen?!

Wie effektiv die Kombination von stationärem und mobilem Brandschutz ist, belegen übrigens auch Zahlen, die regelmäßig vom bvfa erhoben und veröffentlicht werden. Demnach können 98 Prozent der Feuer, bei denen Sprinkleranlagen zum Einsatz kommen, sowie 96 Prozent der Entstehungsbrände, die mit Feuerlöschern bekämpft wurden, schon vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden.

Wie oft ist es Ihnen schon passiert? Sie glauben, ein Bauvorhaben, einen Bauabschnitt oder ein Gewerk abgeschlossen zu haben, da stellt sich heraus, dass die eine oder andere brandschutztechnische Auflage des Gesetzgebers nicht erfüllt wurde.
Die Folgen sind Änderungen, Nachbesserungen, viel Ärger und dann auch noch Mehrkosten, die keiner bezahlen will.

Warum? Weil es erwiesener Maßen schwierig ist, alle Brandschutzanforderungen, welche nicht selten unterschiedliche Gewerke überschneiden, im Blick zu behalten

Was kann man tun? Was können wir für Sie tun? Wir unterstützen Sie bei der Erfüllung Ihrer Aufgaben, in dem wir Sie fachlich über Möglichkeiten des baulichen und vorbeugenden Brandschutzes informieren und beraten, mit Ihnen gemeinsam Konzepte zur Umsetzung der Auflagen des Gesetzgebers erarbeiten und zeichnerische und tabellarische Lösungen unterbreiten.

Leistungsspektrum im Rahmen der Brandschutzplanung:

Brandschutzberatung

Oft ist behördlich oder durch Gutachten vorgeschrieben, welche brandschutztechnischen Maßnahmen ergriffen werden sollen. Doch welche Art von Rauchwärmeabzugsanlagen (RWA), Feuerlöschleitungen, Feuerlöschern oder weiterem vorbeugendem Brandschutz und welche Bestandteile beinhaltet die jeweilige Maßnahme? Welche baulichen Brandschutzmaßnahmen müssen erbracht werden?

Wir informieren Sie über Gesetze, Verordnungen und Richtlinien, welche für Ihr derzeitiges Objekt zutreffend sind. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der erforderlichen Brandschutzmaßnahmen, benennen Ihnen die Bestandteile der jeweiligen Brandschutztechnik und informieren Sie über Vor- und Nachteile der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten.

Brandschutzkonzepte

Für alle Sonderbauten sind Brandschutzkonzepte heute obligatorisch. Wir erstellen für Ihr Objekt ein maßgeschneidertes Brandschutzkonzept mit folgenden Inhalten:

  • Erarbeitung von brandschutztechnischen Problemlösungen.
  • Zeichnerische Ausarbeitungen von brandschutztechnischen Lösungen.

Und darüber hinausgehend:

Gefahrenmeldeanlagen

Dies sind Einrichtungen, die zum Erkennen und Melden von Gefahren (z. B. Bränden, etc.) und Notzuständen dienen.

Hierzu gehören nach DIN VDE 0833 Brandmeldeanlagen zur Früherkennung von Rauch, Feuer und zum direkten Hilferuf und Alarmierung. Feuergefährdete Bereiche werden mit automatischen Brandmeldern ausgestattet. Neben dem Alarm werden gleichzeitig Brand-schutz- bzw. Feuerlöscheinrichtungen ausgelöst, wie z.B.:

  • Schließen von Türen, Toren, etc.
  • Schließen von Brandschutzklappen in Lüftungskanälen
  • Auslösen von automatischen Sprinkler- und Löschanlagen

Löschanlagen

Löschanlagen sind vielschichtig einsetzbar. Es sollte jedoch zu jedem Bauvorhaben und jeder Produktions- oder Lagerstätte die richtige Löschanlage sein, die von einem erfahrenen Fachmann geplant werden müssen. mehr>  

Auslegung von Feuerlöschern

Oft wird verkannt, dass jedes gewerbliche bzw. öffentliche Objekt nach Arbeitsstättenverordnung, unabhängig von der sonstigen Brandschutztechnik im Gebäude, in jedem Fall mit Handfeuerlöschern ausgestattet werden muss.

Wir ermitteln auf der Basis von aktuellen Grundrissplänen, die in der Berufsgenossenschaft-lichen Regel für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BGR) Nr. 133 (bislang ZH 1/201) festgelegte Brandgefährdung der einzelnen Bereiche, ihre jeweilige Größe und schließlich die sich daraus ergebenden Löschmitteleinheiten. Schließlich schlagen wir die bereichsspezifisch besten Löschmittel vor.

Weiterhin ermitteln wir, welche zusätzlichen Feuerlöscher, z.B. für Elektroräume (CO2-Löscher) oder Friteusen (Fettbrandlöscher), erforderlich sind.

Fachvorträge

Sollten Sie Interesse daran haben, einen intensiveren Einblick in die Brandschutztechnik zu erhalten, so bieten wir Ihnen Seminare und Vorträge zu unterschiedlichsten Bereichen an. Diese Bereiche sind z.B.:

  • Vorschriften im baulichen Brandschutz und betrieblichen Brandschutz
  • Anforderungen an die Hygiene in Feuerlöschleitungen und deren Lösungsvarianten
  • Umgang mit Brandschutzeinrichtungen zur Selbsthilfe und betrieblicher Brandschutz
  • Wirtschaftlicher Einsatz von Sprinkler- und Schaumlöschanlagen